[Quicktip] Milestone – Fragezeichen im Batteriesymbol

Falls euer Milestone mal ein Fragezeichen im Batteriesymbol innerhalb der Statusleiste anzeigen sollte, dann haut irgendwas bei der Synchronisierung zwischen Akku und Telefon nicht hin. Das Problem scheint damit zu tun zu haben, dass das Milestone den Akkuverbrauch nur in 10%-Schritten lesen kann und dabei irgendwie aus dem Takt gerät.

Ist ja auch egal. Da man aber gerade bei einem Akkufresser wie dem Milestone auf die Anzeige angewiesen ist, kann man folgendes probieren, um das Problem zu beheben:

– Telefon einfach mal neu starten. Der Akkustand sollte aber um min. 10% geschrumpft sein, da sonst auch der Neustart laut eigener Erfahrung auch nichts bringt. Am besten das Handy nach einer oder 2 Stunden neu starten.

– schneller geht es mit einem Kaltstart – während des Betriebs einfach mal den Akku herausnehmen, 10 Sekunden warten und dann wieder einsetzen. Anschließend kann man das Handy wieder starten.

Bei mir haben beide Methoden funktioniert. Falls das Fragezeichen stehen bleibt, solltet ihr euch über einen neuen Akku Gedanken machen. Zum Glück kosten die ja nicht mehr allzu viel.

Der (Handy-)Kunde ist immer der dumme…

Was bewegt derzeit die Gemüter in Deutschland? Integrationsdebatte, Bahnhof, Parteien, usw. Aber fehlt da nicht was? Ja, der Simlock von Handys zum Beispiel. Es wird wirklich darüber diskutiert, ob das Entfernen des Simlocks seines eigenen Handys durch eine Privatperson strafbar ist. Wohlgemerkt, es geht hier nicht um Zivilrecht, sondern um den Strafbestand.

Gut, kommen wir erstmal runter. Was genau soll man denn da strafbares machen? Letztendlich kommt das fiese Urheberrecht zum Einsatz, denn man ändert ja die auf dem Handy vorhandene Software. Laut deutschem Recht darf man das nicht, da man durch den Kauf die Hardware erworben hat, an der darauf befindlichen Software aber nur ein Nutzungsrecht hat. Ein normal denkender Mensch würde jetzt sagen, dass man das Handy gekauft hat und man damit machen kann, was man will. Der deutsche Staat sieht das eben nicht so.

Man sollte bei den ganzen Umständen bedenken, dass hier 8 Leute Vollzeit für Ermittlungen verwendet werden, die zur gleichen Zeit gegen Online-Banking-Betrug, Kinderpornos, Online-Betrug im allgemeinen usw. vorgehen könnten. Aber wie lautet doch gleich die tolle deutsche Rechtsprechung: es werden mehr Mittel gegen Kapitaldelikte als gegen Delikte an Menschen aufgewandt.

Links:
spiegel.de

[php] URLs effektiver zusammensetzen

Als PHP Entwickler muss man sich ja auch ab und zu mal um den Zusammenbau von URLs kümmern – entweder wird einem diese Arbeit von einem Framework abgenommen, oder man muss manuell ran. Mir geht es hier um den manuellen Weg. Man kann da folgendermaßen rangehen:

$url = "http://host/?id=10";
if($_GET["name"] != "")
{
	$url .= '&name='$_GET["name"];
}
if($_GET["country"] != "")
{
	$url .= '&country='$_GET["country"];
}
usw.


Wie man sieht, muss man für jeden eventuellen Parameter eigene if-Abfragen bauen, deren Muster ist aber immer das gleiche. Was spricht also dagegen, es folgendermaßen zu lösen?

$url = "http://host/?id=10";
$parameters = array(
	array("name"=>"name", "value"=>$_GET["name"]),
	array("name"=>"country", "value"=>$_GET["country"])
);
foreach($parameters as $parameter)
{
	if($parameter["value"] != "")
	{
		$url .= '&'.$parameter["name"].'='.$parameter["value"];
	}
}

Ok, im ersten Moment ist der neue Code bei gleichem Ergebnis etwas umfangreicher, jedoch ergibt sich ein erheblicher Vorteil, wenn neue Parameter dazu kommen. Denn nun muss man einfach dem $parameters-Array ein neues Element hinzufügen und schon wird dieses mit in die URL eingebaut.

[Quicktip] Motorola Milestone kein Internet trotz Empfang

Ich führe hier mal die bereits vom alten Blog bekannte Reihe der Quicktips weiter, diesmal mit einem Tip zum Motorola Milestone. Ich hatte seit dem letzten Service-Update von Android 2.1 das Problem, dass ich teilweise unterwegs eine HSPA/3G/EDGE/GPRS Verbindung angezeigt bekomme, jedoch weder im Browser noch sonst irgendwo der Zugriff auf das Internet möglich ist. Und dazu möchte ich hier die Lösung aufzeigen.

Das Problem liegt am Wlan: fährt man das Handy mit eingeschaltenem Wlan ein und es verbindet sich anschließend gleich mit einem bekannten Wlan, dann tritt genau dieser Fehler auf. Sobald man das Wlan verlässt hat mein kein Internet mehr. Die einzige Lösung ist ein Neustart des Telefons, natürlich erst, wenn ihr das Wlan ausgeschalten habt.

Ich weiß, dass ist keine schöne Lösung, denn ab und zu vergisst man es doch mal, aber zumindest kennt ihr nun die Ursache des Problems 😉

Es bleibt zu hoffen, dass die Probleme mit dem hoffentlich noch in diesem Jahr erscheinenden Android 2.2 Update behoben werden.

Twitter auf Facebook Fanpage einbinden

Facebook ist manchmal etwas undurchsichtig – vor allem, wenn es um die sog. Fanpages geht. Auch bytelude.de hat eine eigene Fanpage, die allerdings meinem privaten Facebookprofil untergeordnet ist – Facebook schlägt dies ausdrücklich als den richtigen Weg vor. Naja…

Kommen wir zu meinem Problem: Wenn ich im Blog einen neuen Post veröffentliche, dann wird mittels Twitter-Plugin automatisch ein entsprechender Tweet erstellt. RSS ist den meisten Leuten leider unbekannt, daher ist es als Blogger sinnvoll, auf die neuen Kommunikationskanäle zu setzen. So, jetzt möchte ich aber natürlich auch, dass neben dem Twitter-Account auch die Fanpage über neue Einträge informiert wird. Facebook bietet mir auch gleich an, meine Fanpage mit Twitter zu verknüpfen, allerdings geht das nur in die Richtung Facebook zu Twitter, und nicht umgekehrt. Und genau hier liegt mein Problem.

Bisher bietet Facebook keine wirkliche Lösung an, daher habe ich mich ein bisschen umgesehen und folgendes gefunden:

Twitter auf Facebook Fanpages – eine fast unendliche Geschichte

Das Zauberwort heißt twitterfeed.com.
Ich hoffe, dass es anderen Leuten genauso wie mir hilft 😉

Leider liegt die maximale Frequenz für neue Tweets bei einer halben Stunde – d.h. im ungünstigsten Fall erscheint euer Tweet erst eine halbe Stunde später auf der Fanpage.

The Social Network – der Facebook Film

Viele Leute wünschen sich wahrscheinlich, dass ihr Leben mal verfilmt wird – Mark Zuckerberg wohl eher nicht. Denn “The social network” zeigt einen echt schrägen Typen, der zwar IT-mäßig echt was drauf hat, aber dafür sozial völlig versagt. Und genau deshalb ist der Film mit dem Siegel “Anschaupflicht” zu versehen: man erkennt, was man falsch machen kann. Vor allem, wenn sehr viel Geld und die falschen Leute ins Spiel kommen.

“The social network” erzählt die Geschichte von Facebook und dessen Gründer auf so tolle Weise, dass man den Hype wirklich miterleben kann. Die Charaktere werden nicht zu aufdringlich, aber dennoch interessant und ausführlich vorgestellt und so baut sich langsam die Geschichte um den jüngsten Milliadär ever auf. Der Film zeigt sehr genau auf, dass bei Geld die Freundschaft eben doch aufhört und er stimmt auch nachdenklich, dass so ein Typ über 500 Millionen Nutzerprofile wacht.

Vor allem der Hauptdarsteller Jesse Eisenberg überzeugt mit seinem grandiosen Spiel aus Mimik und Gestik. Leider werden aber einige andere Charaktere völlig überspitzt und klischeehaft dargestellt – allen voran die beiden Ruder-Brüder. Alles in allem ist der Cast aber gut gewählt.

Meine Lieblingsszene war ganz klar das Hackerbattle zum Finden neuer Praktikanten – ich werde das mal bei uns im Unternehmen vorschlagen 😉 Ein großer Teil der restlichen Lacher fiehl auf Mark’s Verhalten zurück. Richtig gut fand ich auch die ziemlich nerdigen Teile, bei denen schon relativ detailiert über Python- und Perl-Scripte gesprochen wurde – die die es verstanden hatten fanden es interessant, für die restlichen Kinogänger klang es einfach nur nach Hacker. Grandios war aber letztendlich “der Tunnel” – den ich von mir selbst kenne: man codet wie besessen vor sich hin, ist voll im Flow und schafft extrem was. Und man sollte keinesfalls unterbrochen werden.

Der Film war durchweg spannend/interessant, und das bei einer gefühlten Länge von 5 Stunden. Bisher haben das erst wenige Filme bei mir geschafft. Die 4,50 € für die Kinokarte wirken somit als noch viel bessere Investition.

Was man natürlich anmerken muss: der Film hat nicht umsonst kein “Facebook” im Titel, da er als ein reines Fiktionswerk anzusehen ist, welches einzig auf dem Buch “Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook – eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug” basiert. Weder von Facebook noch von Zuckerberg selbst gab es eine Autorisierung – welche diese bei einer solchen Darstellung des Firmengründers wahrscheinlich auch kaum geben würde. Auch war sicherlich nicht alles im Leben des Mark Zuckerberg so interessant und spielfilmreif, wie es dargestellt wird. Deshalb sollte man sich selbst ein Bild machen. Was man aber festhalten kann: es scheint doch vieles von dem wahr zu sein.

iPhoto – die fast perfekte Fotoverwaltung

Mit jedem Jahr in der IT wird man irgendwie mehr und mehr betriebsblind und verlässt sich auf Tools und Vorgehensweisen, die man “schon immmer so macht”. Leider ist das gerade in dieser Branche sehr fatal, da es fast täglich neue Möglichkeiten gibt.

Mein Umstieg auf den Mac hatte mir bereits gezeigt, was ich so lange schon verpasst hatte. Kurz darauf wechselte ich vom Standalone-MP3-Player mit manueller Ordnersortierung zu iTunes und war ganz begeistert von der viel intuitiveren Art, seine Musik zu verwalten – jede Datei gibt es nur einmal, aber man kann sie beliebig oft einordnen.

Tja, und was soll ich sagen, die gleiche blöde Angewohnheit hatte ich mir für Fotos beibehalten. Fotos in Ordnern zu organisieren ist einfach nur 1.0. Nachdem ich die Vorzüge von von iPhoto gesehen habe, frage ich mich noch immer, warum ich so lange damit gewartet habe. Ich muss allerdings gestehen, dass ich iPhoto schon einmal probiert hatte, von seinem zusätzlichen Speicherbedarf aber abgeschreckt war. Nachdem ich nun aber ca. 20Gb an Bildern importiert habe und dies “nur” 1 GB zusätzlichen Speicher für Metadaten belegte, hatte sich dieser zusätzliche Bedarf schnell wieder relativiert.

Aber kommen wir zu den Vorteilen: iPhoto ist im Prinzip iTunes für Fotos. Jedes Bild wird nur einmal physikalisch abgespeichert, kann dann aber beliebig organisiert werden. Es gibt intelligente Ordner, mit denen man z.B. alle Fotos eines Ortes oder Datum oder beides kombiniert usw. anzeigen lassen kann. Genauso gut kann man aber auch Alben anlegen und beliebige Fotos darin platzieren. Außerdem kann man Tags vergeben, bewerten, bearbeiten usw. Und das alles geht super schnell und flott. Noch nie bin ich so flink durch meine Bilder gebrowsed. Neben Text-Tags kann man auch die Orte angeben, an denen die Fotos geschossen worden – falls dies nicht bereits von der Kamera / dem Handy erledigt wurde. Anschließend kann man auf einer Google-Maps Karte die Orte sehen, von denen man Fotos hat:

Aber das richte Killerfeature ist die Gesichtserkennung: Ähnlich wie in Facebook kann man Personen auf Bildern markieren, nur das iPhoto nach ein paar Beispielen die einzelnen Personen automatisch erkennt. Und das funktioniert mit etwas Übung relativ gut. Natürlich sind dafür Fotoqualität, Ausleuchtung usw. entscheidend, aber trotz Wiedrigkeiten funktioniert es in gefühlt 80% aller Fälle. Und das macht das Taggen einzelner Bilder ungemein einfacher. Seit dem neusten Update werden auch gleich während der Namenseingabe Vorschläge aus dem Adressbuch übernommen.

iPhoto kann natürlich auch direkt auf angesteckte Kameras zugreifen und die darauf befindlichen Fotos importieren. Auch RAW-Bilder sind kein Problem und können auch direkt im Programm nachbearbeitet werden.

Nun hat man seine Bilder in iPhoto drin, vertaggt usw., aber was stellt man damit an? Neben dem einfachen Betrachten kann man Bilder bzw. Alben direkt bei Facebook hochladen, wobei sogar die Gesichts-Tags mit übernommen werden. Auch nachträgliche Änderungen an den Bildern werden zu Facebook übertragen. Natürlich ist auch der Versand per Mail kein Problem, denn auch das geht direkt aus iPhoto heraus.

Richtig nett ist auch das Slideshow-Feature. Es gibt verschiedene Themen, wie z.B. das Fotoalbum, bei dem die Fotos virtuell in ein vergilbtes Fotoalbum geklebt sind und die Kamera zwischen den einzelnen Seiten wechselt. Natürlich sind auch der Ken-Burns Effekt, der Polaroid-Stapel sowie die klassische Überblendung vertreten. Richtig klasse ist, dass man die Slideshow mit Musik (vorgegeben oder aus iTunes) unterlegen kann und sich die Slideshow an die Musik anpasst. Alles in allem ein wirklich nettes Feature.


Man kann sogar Fotoalben, Poster und Fotoabzüge über Apple direkt in iPhoto bestellen. Gerade für nicht-Technik-affine Menschen ist das echt cool gelöst.

Und falls man nochmal etwas anderes mit den Fotos vor hat, so gibt es natürlich noch eine Export-Funktion: hier kann man die Originalbilder, verkleinerte Versionen oder direkt Slideshow-DVDs exportieren, um diese dann in anderen Programmen verwenden zu können.

Da iPhoto ein Programm von Apple ist, wird es auch von vielen anderen Programmen unterstützt. Photoshop z.B. kann direkt auf die iPhoto Bibliothek zugreifen. Tools wie Lightroom werden damit eigentlich überflüssig.

iPhoto ist neben iMovie, Garageband und iWeb im iLife Paket von Apple enthalten. Das Paket kostet 79 € und ist auf jeden Fall eine Investition wert.