Wenn DAUs zu Hackern werden – Jailbreaken ist nichts für kleine Jungs!

Gestern hat sich ein lang von mir gehegter Verdacht bestätigt: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal sein lassen. Es geht um das Thema Jailbreak von iOS. Wenn ich mich so in meinem Bekanntenkreis umschaue, dann haben da sehr viele Leute ihr iPhone geknackt, um damit vornehmlich kostenlos an Bezahl-Apps zu kommen. Bei Azubis und Schülern kann ich das noch bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, wenn man jedoch normaler Arbeiter ist und sich schon so ein Gerät leisten kann, dann sollten auch noch die paar Euro für Apps übrig sein. Aber gut, das ist ein anderes Thema.

Der Jailbreak ist mittlerweile so idiotensicher gemacht, dass jeder, der sein Handy und einen PC bedienen kann, ihn durchführen kann. Diese Einfachheit birgt aber eine sehr große Gefahr: man hat keine Ahnung, was man da getan hat. Die wenigsten wissen, wie Unix arbeitet, was die Nutzerrechte bedeuten, was ssh oder sftp ist und vor allem welche Auswirkungen das alles hat. Diese Gefahr besteht oft, wenn sicherheitskritische Tools zu einfach zu bedienen sind. Man zieht Script-Kiddies an. Also Benutzer, die das Tool zwar starten und ausführen können, jedoch überhaupt nicht wissen, was da genau passiert. Und somit auch nicht die Folgen abschätzen können.

Ich hatte rein zufällig mein Macbook im Wlan aktiv, als ich per Growl darüber informiert wurde, dass ein Bonjour-Gerät mit einem offenen SFTP Server verfügbar ist. Ein Klick darauf öffnete den FTP Client, der mich nach den Logindaten fragte. Da ich am Namen sah, dass das Handy nem Kollegen gehörte, welcher einen Jailbreak durchgeführt hatte, machte ich mich kurz bei Google auf die Suche. Die Kombination aus Benutzer “root” und dem Passwort “alpine” war schnell gefunden und ich war mit vollen root-Rechten auf dem iPhone 4. Zugegeben, das war ziemlich leicht. Aber auf Nachfrage war dem Kollegen nicht klar, das sein Gerät offen für jeden war – er wurde nicht darauf hingewiesen. Wenn so einfache Sachen schon passieren, was ist dann noch so im System offen? Mir hat die Zeit für weitere Tests gefehlt – was ich aber sah hat mir bereits gereicht. Man gibt sein System in die Hände von wildfremden Tools und hofft, dass sie nichts schlimmes machen.

Was will ich mit diesem Beitrag sagen? Überlegt euch genau, ob ihr all die zusätzlichen Features braucht, die euch ein Jailbreak gibt. Ich persönlich sehe derzeit keinen Grund für einen Jailbreak, und nach diesem Ereignis stehe ich dem Thema noch skeptischer gegenüber. Und denkt beim kostenlosen saugen über den Cydia-Store auch dran: ein großer Teil der Entwickler verkauft seine Apps nicht zum Spass, sondern weil er davon leben will/muss. Ich möchte euch mal sehen, wenn eure Arbeit nicht bezahlt wird – die Leute schreien dann nämlich meist am lautesten.

Mein iPhone – und Click and Buy – mag mich nicht

Nachdem ich gestern beim 4.2 iOS Update erstmal das iPhone komplett zurück setzen musste, weil während des Updates ein “unbekannter Fehler (10)” angezeigt wurde – eine Neuinstallation von iTunes hat geholfen – wurde heute nun mein iTunes Account gesperrt. Warum? Ich bin Schuldner 😉

Ich hatte mir letzte Woche das grandiose Rage für das iPhone gekauft – 79 Cent kann man ja schonmal investieren. Berechnet wurde über Click and Buy, was ich wohl so bei der Einrichtung meines iTunes Accounts festgelegt hatte. Das ist jetzt schon 2 Jahre her. Und leider hatte ich zu dieser Zeit noch ein anderes Bankkonto, welches es heut nicht mehr gibt. Was passiert? Apple veranlasst bei Click and Buy die Bezahlung der 79 Cent, die wollen vom Konto abbuchen, was natürlich nicht geht, die Rechnung wird zurückgewiesen. Die Folgen? Mein iTunes Account ist gesperrt, mein Click and Buy Konto ist gesperrt und obendrauf gabs gleich noch ne Mahngebühr von 15€. Bei nur 79 Cent Rechnungsbetrag ist das schon ein starkes Stück, aber gut, war mein Fehler.

Natürlich habe ich gleich das neue Konto bei Click and Buy hinterlegt, jedoch brauchen die erst ein paar Tage, um das Konto zu verifizieren. Gleichzeitig hatten sie in der Mahnung angekündigt, in ein paar Tagen einen weiteren Abbuchungsversuch zu starten. Und wie ich mein Glück kenne machen die das, bevor das Konto verifiziert ist – was dann weitere Mahngebühren gibt.

Also hab ich schnell mit Kreditkarte bezahlt und somit schonmal das Click and Buy Konto wieder freigeschalten. Ihr könnt es euch schon denken: das iTunes Konto bleibt weiterhin gesperrt. Die Mail an den Support ist bereits raus, eine Rückmeldung soll es innerhalb von 24 Stunden geben. Leider ist Apple so restriktiv, dass ich auch keine kostenlosen Apps und Updates ziehen kann. Es heißt also warten…

Update
So, iTunes Account scheint nun wieder zu gehen…Danke lieber Apple Support!

[Quicktip] iPhone Wörterbuch durch eigene Wörter erweiterten

Im Gegensatz zu Android ist die Auto-Korrektur beim iPhone nicht sehr intelligent gelöst. Hinzu kommt, dass sie nur schlecht neue Wörter lernt. Um dem Abhilfe zu schaffen kann man nun einen Jailbreak durchführen, um anschließend die Datei

/private/var/mobile/Library/Keyboard/dynamic-text.dat

zu editieren. Die einzelnen zusätzlichen Wörter stehen da durch Leerzeichen getrennt drin.

Es gibt aber auch einen wesentlich eleganteren Weg, und das ohne Jailbreak. Dazu geht man in die Einstellungen – Allgemein – Tastatur – internationale Tastaturen – Tastatur hinzufügen. Dort wählt man nun die Tastatur “Japanisch (Romaji) aus. Wenn man nun wieder eine Ebene höher geht, also in die allgemeinen Tastatureinstellungen, dann gibt es dort den neuen Menüpunkt “Benutzerwörterbuch”. In diesem kann man nun eigene zusätzliche Wörter verwalten, welche dann von der Autokorrektur erkannt werden. Hinweis: Es reicht, das Wort nur bei “Wort” einzutragen – man muss nicht noch Japanisch übersetzen 😉

[App] Rage

id Software, und natürlich allen voran John Carmack, hat es wieder geschafft: Grafik auf einem Gerät zu erzeugen, die man bisher nicht für möglich hielt. Mit Rage für iOS haben die Jungs bewiesen, dass man eine so bahnbrechende Engine wie die “id tech 5” tatsächlich auf so ein kleines Gerät portieren kann, und die Grafik einen noch immer umhaut.

Doch was ist Rage für iOS eigentlich? Ich würde es als Teaser bezeichnen, enthält es doch nur magere 3 Level. Es soll wahrscheinlich eher eine erste Techdemo und natürlich ein Appetitmacher für das eigentliche Spiel sein. Und das gelingt. Das Szenario ist eine Art Arena, in der man, durch Zuschauer angefeuert, durch Geisterbahn-ähnliche Bereiche läuft und sich gegen Scharen von fiesen Monstern verteidigen muss. Dabei bewegt man sich nicht selbst, sondern kann nur die Blickrichtung bis zu einem gewissen Grad ändern – zum Zielen natürlich.

Hat man die vor sich befindlichen Gegner erledigt, läuft der Spieler zur nächsten Position und es geht von neuem los. Munition und Extras sammelt man auf, indem man darauf schießt. Man nennt dies einen Rail-Shooter, ähnlich wie z.B. die Lightgun-Spielhallenklassiker Virtua Cop und House of the Dead. Aber ich muss sagen, dass das die bisher beste Art von Shooter ist, welche ich auf einem Handy gespielt habe. Klar gibt’s die viel verwendeten virtuellen Sticks, aber die können nunmal nicht physikalisch vorhandene Sticks oder eben Maus und Tastatur ersetzen. id Software hat erkannt, dass es wenig Sinn macht, Spielkonzepte direkt vom PC oder der Konsole zu kopieren. Und die Alternative ist ihnen wirklich gelungen.

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[App] Wifi Photo

Bereits auf meinem Motorola Milestone hatte ich eine ziemlich coole App, genannt das “Telefonportal”. Damit ist es möglich, sofern man sich im Wlan befindet, die (angezeigte) IP des Telefons von jedem beliebigen Rechner aufzurufen, und schon kann man sich die auf dem Telefon befindlichen Bilder, Musik, Kontakte, SMS usw. sehen und bearbeiten.

Und sowas ähnliches ermöglicht Wifi Photo für iOS. Startet man die App (natürlich auch im Wlan), so wird die IP des Telefons inkl. einem kryptischen Port angezeigt. Ruft man diese Adresse im Browser am Rechner auf, kann man alle auf dem iPhone befindlichen Fotos durchbrowsen oder sich auch die jeweiligen Originalbilder runterladen. Ich find die App ziemlich Klasse, weil man so schnell Fotos zeigen und übertragen kann – ohne iTunes oder irgendwelchen anderen Schnickschnack.

WiFi Photo Transfer (AppStore Link) WiFi Photo Transfer
Hersteller: Voxeloid Kft.
Freigabe: 4+
Preis: Gratis Download

[Quicktip] Google Mail, Kalender und Kontakte mit iPhone synchronisieren

Als Android-User ist mir Googlemail und seine Kalender- sowie Kontaktdienste ans Herz gewachsen. Mein komplettes Telefonbuch wird mit Google synchronisiert, was mir erlaubt, einfach mal zwischen Geräten zu wechseln, und das ohne umständlichen Datenaustausch.

Wenn ich nun auf dem iPhone ein neues Email-Konto hinzufügen möchte, wird mir auch gleich Googlemail als eigene Rubrik angeboten. Schön und gut, nur leider werden bei dieser Methode nur Emails und Kalender synchronisiert, die Kontakte jedoch nicht. Der Trick ist, dass man kein Googlemail sondern ein Exchange Konto einrichten muss. Der Benutzername ist die eigene Googlemail-Adresse, das Passwort bleibt gleich. Klickt man nun auf “fertig”, so wird man erstmal darauf hingewiesen, dass die Zertifikate nicht glaubwürdig sind. Das bestätigt man einfach. Anschließend erscheint noch das Feld “Server”, in welches man einfach

m.google.com

einträgt. Aussehen müsste es dann so:

Anschließend drückt man noch einmal auf “fertig”. Nun kann man wählen, was synchronisiert werden soll. Hier tauchen nun auch die Kontakte auf.

Von Android zum iPhone

Korrekterweise müsste es natürlich “von Android zu iOS” lauten, allerdings bin ich mit dem iPad ja schon etwas länger aktiv, weshalb die Überschrift nicht mehr stimmen würde. Tja, was soll ich sagen, ich bin nun stolzer Besitzer eines iPhone 4. Warum das so lange gedauert hat? Das hat mehrere Gründe:

Zunächst war ich der Android Plattform mehr gesonnen, da ich es liebe, mich auf einem Handy austoben zu können. Man kann so ziemlich alles auf einem Android Gerät an Software austauschen, was allerdings auch eine gewisse Verantwortung mit sich bringt – das musste ich schmerzlich feststellen. Das ganze Konzept hinter dem System ist echt klasse, nur leider harpert es teilweise an der Umsetzung. Ich muss aber darauf verweisen, dass es sich lediglich um Details handelt. Nach wie vor ist Android für mich eine tolle Plattform, die locker im 3er-Gespann zwischen iOS und Web-OS locker mithalten kann.

Updates

Aber bekanntlich können auch Details irgendwann nerven. Da wäre für mich z.B. die Updatepolitik aller Hersteller, die auf Android setzen. Sie versuchen sich nicht durch Hardware zu differenzieren, sondern durch irgendwelche obskuren alternativen Homescreens. Ähnliches kennen wir bereits von Windows Mobile, wobei es sich da um Overlays und nicht um Replacements handelte. Diese alternativen Homescreens an sich sind ja sogar gewollt, nur kommen die Hersteller nicht hinterher, all ihre zusätzlichen Features an die immer neuen Android-Versionen anzupassen.

Was passiert? Es werden mehrere Updates übersprungen bzw. es erscheint für die meisten Geräte gar kein Update mehr. Einzig Google selbst bringt die neuen Android Versionen für sein eigenes Flaggschiff, das Nexus One, zeitnah. Für alle anderen Hersteller gilt: neues Handy kaufen, dann gibt’s auch die nächste Android-Version.

Für Apples Seite muss man hier ganz klar ein Lob aussprechen. Bisher haben alle Geräte, die iOS verwenden, regelmäßig Updates erhalten. Mit iOS 4.0 sind nun erstmals das iPhone 2G sowie der erste iPod Touch rausgefallen, und das rein aus Gründen mangelnder Hardware. Hier können sich eigentlich ALLE Handyhersteller eine Scheibe von abschneiden. Denn meines Wissens gab’s das bisher in dieser Form noch nie.

Apps

Ein weiterer sehr unangenehmer Punkt ist der Android Market. Ja, alle schimpfen über den Apple App Store und die “Bevormundung”, ich muss allerdings dazu sagen, dass ich diese wesentlich lieber in Kauf nehme, als mich durch Schrott zu wühlen. Apps, die nur auf Handys bestimmter Hersteller laufen, Apps, die überhaupt nicht funktionieren, und Apps, die noch nicht mal die Bezeichnung Applikation verdient haben. Offenheit hat viele Vorteile, aber für mich als Endverbraucher sehe ich da leider zum größten Teil Nachteile.

Pluspunkte sammelt der Android Market aber auf der technischen Seite. Sowohl die Installation neuer Software als auch das Einspielen von Updates ist hier wesentlich besser als beim Appstore gelöst. Sofern man sich auf die Apps großer Hersteller verlässt fährt man mit Android also ziemlich gut. Der Apple Appstore ist leider komplett auf “Geld verdienen” ausgelegt, was man ihm auch anmerkt. Ich verstehe natürlich, dass diese Einnahmequelle sehr wichtig ist, auf mich wirkt der Aufbau des Stores aber eher anstrengend. Also hier nochmal wirklich deutlich Minuspunkte für Apple.

Betriebssystem

Der dritte und für mich wichtigste Punkt ist der Umgang mit Multitasking bzw. dem Betriebssystem selbst. Rein von der Gui und den Funktionen her liegt Android hier wesentlich vorn (ich sag nur Homescreen und Widgets), verspielt diesen Vorteil jedoch, zumindest meiner Meinung nach, durch das “echte” Multitasking. Klar, die Programme laufen wirklich parallel, die Frage ist nur, ob man das wirklich will und wie Hardware + Software darauf regieren. Meine personliche Erfahrung ist hier ganz klar: geht überhaupt nicht. Sowohl mein HTC Magic als auch das (zumindest vor einem halben Jahr noch) als Flaggschiff bezeichnete Motorola Milestone haben nicht meinen Ansprüchen vom “flüssigen Arbeiten” genügt.

Das hat natürlich damit zu tun, dass ich als “Poweruser” die Geräte anders verwende als vielleicht ein “normaler” User, was für mich aber keine Rolle spielt. Bietet mir ein System bestimmte Möglichkeiten, dann möchte ich die auch zu einem gewissen Grad nutzen. Erlebe ich dann jedoch, dass ein Gerät aufgrund dessen öfter mehrere Sekunden lang hängt, läuft meiner Meinung nach etwas falsch. Mag sein, dass das bei den neuen Sternen am Himmel wie dem Desire oder Galaxy anders ist, aber das interessiert mich nicht mehr. Nach ca. eineinhalb Jahren Android habe ich das Vertrauen verloren und versuche es nun am nächsten Stand.

Apple hat hier genau den richtigen Weg gewählt, indem auf ein simuliertes Multitasking gesetzt wird. Effektiv wird jede App, die nicht im Vordergrund läuft, pausiert – sie kann aber weiterhin auf Events reagieren, Töne/Musik abspielen usw., was der User so effektiv nicht bemerkt. Meiner Meinung nach ist das der derzeit einzig wahre Weg, auf mobilen Geräten Multitasking zu ermöglichen.

Der Homescreen auf iOS ist echt schwach, wenn man von Android kommt. Ich hoffe wirklich sehr, dass Steve sich da was einfallen lässt. Aber auch hier könnte ich mir vorstellen, das man mit der derzeitigen Oberfläche einige wesentlich Performance-Probleme umgehen will.

Fazit

Ich bin nach den drei Tagen Nutzung schon sehr zufrieden mit meinem neuen iPhone 4. Es fühlt sich einfach super an, die anti-Fettfinger-Schicht auf dem Display ist Gold wert und es ist vor allem eins: super schnell. Die Akkulaufzeit überzeugt mich derzeit noch nicht, wobei man das natürlich erst nach ein paar Ladezyklen wirklich beurteilen kann. An die Gui und das System an sich muss ich mich erst noch gewöhnen, denke aber, dass ich mich schnell umstellen kann. Einzig das Tastaturlayout bereitet mir wirklich Probleme, da ich wahrscheinlich einer der wenigen Menschen bin, die auch mal einen Punkt oder ein Komma setzen wollen. Usability ist in der Hinsicht leider null. Dafür entschädigt die Tastatur mit ihrem exzellenten Touch-Verhalten.

[Quicktip] mehrere Googlekalender auf dem iPhone

Kurz nachdem ich mein neues iPhone 4 eingerichtet hatte, stellte sich mir folgende Frage: Wie kann ich mehrere Google Kalender mit dem iPhone synchronisieren? Man ruft mit dem iPhone die Seite

m.google.com/sync

auf. Dort steht dann wahrscheinlich, dass dieser Service nicht verfügbar ist bzw. das Gerät nicht unterstützt wird. Man klickt nun unten auf

“Sprache ändern”

und wählt dort “Englisch (US)” aus. Anschließend meldet man sich mit seinem Google Account an. Nun werden einem die verwendeten Geräte angezeigt (iPad, iPhone, iPod usw.). Klickt man auf eines davon, kann man per Haken auswählen, welche Kalender für dieses Gerät synchronisiert werden sollen. Bei der nächsten Synchronisierung erscheinen die Kalender in der Kalender-App.

Falls dem nicht so sein sollte, geht einfach in die Einstellungen -> “Mail, Kontakte, Kalender” und wählt dort euren Google Account aus. Legt den Schalter für “Kalender” um. Ihr erhaltet eine Warnung, dass nun alle Einträge dieses Kalenders vom iPhone gelöscht werden. Bestätigt dies und legt anschließend den Schalter erneut um. Wenn ihr nun die Kalender-App startet, wird eine erneute Synchronisierung erzwungen.

Fertig.

iPhoto – die fast perfekte Fotoverwaltung

Mit jedem Jahr in der IT wird man irgendwie mehr und mehr betriebsblind und verlässt sich auf Tools und Vorgehensweisen, die man “schon immmer so macht”. Leider ist das gerade in dieser Branche sehr fatal, da es fast täglich neue Möglichkeiten gibt.

Mein Umstieg auf den Mac hatte mir bereits gezeigt, was ich so lange schon verpasst hatte. Kurz darauf wechselte ich vom Standalone-MP3-Player mit manueller Ordnersortierung zu iTunes und war ganz begeistert von der viel intuitiveren Art, seine Musik zu verwalten – jede Datei gibt es nur einmal, aber man kann sie beliebig oft einordnen.

Tja, und was soll ich sagen, die gleiche blöde Angewohnheit hatte ich mir für Fotos beibehalten. Fotos in Ordnern zu organisieren ist einfach nur 1.0. Nachdem ich die Vorzüge von von iPhoto gesehen habe, frage ich mich noch immer, warum ich so lange damit gewartet habe. Ich muss allerdings gestehen, dass ich iPhoto schon einmal probiert hatte, von seinem zusätzlichen Speicherbedarf aber abgeschreckt war. Nachdem ich nun aber ca. 20Gb an Bildern importiert habe und dies “nur” 1 GB zusätzlichen Speicher für Metadaten belegte, hatte sich dieser zusätzliche Bedarf schnell wieder relativiert.

Aber kommen wir zu den Vorteilen: iPhoto ist im Prinzip iTunes für Fotos. Jedes Bild wird nur einmal physikalisch abgespeichert, kann dann aber beliebig organisiert werden. Es gibt intelligente Ordner, mit denen man z.B. alle Fotos eines Ortes oder Datum oder beides kombiniert usw. anzeigen lassen kann. Genauso gut kann man aber auch Alben anlegen und beliebige Fotos darin platzieren. Außerdem kann man Tags vergeben, bewerten, bearbeiten usw. Und das alles geht super schnell und flott. Noch nie bin ich so flink durch meine Bilder gebrowsed. Neben Text-Tags kann man auch die Orte angeben, an denen die Fotos geschossen worden – falls dies nicht bereits von der Kamera / dem Handy erledigt wurde. Anschließend kann man auf einer Google-Maps Karte die Orte sehen, von denen man Fotos hat:

Aber das richte Killerfeature ist die Gesichtserkennung: Ähnlich wie in Facebook kann man Personen auf Bildern markieren, nur das iPhoto nach ein paar Beispielen die einzelnen Personen automatisch erkennt. Und das funktioniert mit etwas Übung relativ gut. Natürlich sind dafür Fotoqualität, Ausleuchtung usw. entscheidend, aber trotz Wiedrigkeiten funktioniert es in gefühlt 80% aller Fälle. Und das macht das Taggen einzelner Bilder ungemein einfacher. Seit dem neusten Update werden auch gleich während der Namenseingabe Vorschläge aus dem Adressbuch übernommen.

iPhoto kann natürlich auch direkt auf angesteckte Kameras zugreifen und die darauf befindlichen Fotos importieren. Auch RAW-Bilder sind kein Problem und können auch direkt im Programm nachbearbeitet werden.

Nun hat man seine Bilder in iPhoto drin, vertaggt usw., aber was stellt man damit an? Neben dem einfachen Betrachten kann man Bilder bzw. Alben direkt bei Facebook hochladen, wobei sogar die Gesichts-Tags mit übernommen werden. Auch nachträgliche Änderungen an den Bildern werden zu Facebook übertragen. Natürlich ist auch der Versand per Mail kein Problem, denn auch das geht direkt aus iPhoto heraus.

Richtig nett ist auch das Slideshow-Feature. Es gibt verschiedene Themen, wie z.B. das Fotoalbum, bei dem die Fotos virtuell in ein vergilbtes Fotoalbum geklebt sind und die Kamera zwischen den einzelnen Seiten wechselt. Natürlich sind auch der Ken-Burns Effekt, der Polaroid-Stapel sowie die klassische Überblendung vertreten. Richtig klasse ist, dass man die Slideshow mit Musik (vorgegeben oder aus iTunes) unterlegen kann und sich die Slideshow an die Musik anpasst. Alles in allem ein wirklich nettes Feature.


Man kann sogar Fotoalben, Poster und Fotoabzüge über Apple direkt in iPhoto bestellen. Gerade für nicht-Technik-affine Menschen ist das echt cool gelöst.

Und falls man nochmal etwas anderes mit den Fotos vor hat, so gibt es natürlich noch eine Export-Funktion: hier kann man die Originalbilder, verkleinerte Versionen oder direkt Slideshow-DVDs exportieren, um diese dann in anderen Programmen verwenden zu können.

Da iPhoto ein Programm von Apple ist, wird es auch von vielen anderen Programmen unterstützt. Photoshop z.B. kann direkt auf die iPhoto Bibliothek zugreifen. Tools wie Lightroom werden damit eigentlich überflüssig.

iPhoto ist neben iMovie, Garageband und iWeb im iLife Paket von Apple enthalten. Das Paket kostet 79 € und ist auf jeden Fall eine Investition wert.

[Quicktip] Spotlight Suche reparieren

Habt ihr das Problem, dass einige Programme oder Daten nicht mehr in Spotlight gefunden werden? Mir ging es so nach dem letzten OSX Update. Programme wie Itunes wollten sich einfach nicht mehr finden lassen – manuell raussuchen und starten ging aber.

Die Lösung ist, dass man den Spotlight-Index neu erstellen lassen muss:

1. Spotlight Einstellungen aufrufen -> oben rechts auf die Lupe und dann “Spotlight Einstellungen” oder über die Systemeinstellungen und dann auf Spotlight klicken

2. Auf “Privatsphäre” klicken

3. nun könnt ihr entweder einzelne Ordner in die Liste ziehen, oder gleich die ganze Festplatte. Sobald ihr dies tut, wird der Index für diese Verzeichnisse gelöscht. Wenn ihr die ganze Platte reinzieht, dann wird der komplette Index entfernt.

4. die Ordner / Laufwerke wieder aus der Liste löschen

5. Fertig. Spotlight wird diese Ordner / Laufwerke nun neu indizieren. Man erkennt dies an dem Punkt, der innerhalb der Spotlight-Lupe aufblinkt. Sobald dieser Weg ist, ist die Indizierung durch und die Programme / Daten sollten wieder auffindbar sein.

Einzelne Ordner hineinziehen hatte bei mir nicht geholfen – Spotlight reagierte darauf gar nicht. Erst als ich die ganze Festplatte reingezogen hatte reagierte es und erstellte den kompletten Index neu. Bedenkt aber, dass die Indizierung der kompletten Festplatte mehrere Stunden in Anspurch nehmen kann….