Sony ARW Dateien mit Adobe Camera RAW / Photoshop entwickeln

Für ganze 2 Wochen habe ich von Sony eine Cyber-shot DSC-RX100 Kompaktkamera zum Testen bekommen. Nachdem ich die ersten Testfotos geschossen und den RAW Modus entdeckt habe, wollte ich die entstandenen Werke natürlich gleich mal durch Adobe Camera Raw jagen und schauen, wie mächtig die kleine Kamera nun ist. Doch daraus wurde nichts, da Camera RAW die ARW Dateien (das ist das RAW Format von Sony) nicht öffnen wollte. Erst in neueren Photoshop Versionen (ich hab nur CS4) und somit neueren Versionen von Camera RAW ist dies möglich.

Nachdem ich dann diverse andere RAW Entwickler, wie z.B. iPhoto oder auch das hauseigene Tool von Sony getestet hatte, war ich einfach nur frustriert – keines kommt auch nur ansatzweise an die Möglichkeiten und die Qualität des Adobe Tools heran. Nach einiger Zeit stieß ich dann auf die ersehnte Lösung: Adobe mag die vielen verschiedenen RAW Formate auch nicht und hat daher das DNG Format als einheitlichen RAW Standard entwickelt. Und da die Kamerahersteller bisher noch nicht auf diesen Zug aufgesprungen sind und lieber weiter ihr eigenes Süppchen kochen, gibt es einen praktischen Konverter, der so ziemlich jedes RAW Format auf DNG umwandeln kann. Und den findet man hier:

Adobe DNG Converter 7.2 für den Mac

Adobe DNG Converter 7.3 für Windows

dng_converter

Im geöffneten DNG Converter wählt man zuerst das Quellverzeichnis, in dem sich die ARW Dateien befinden. Anschließend wählt man “Change Preferences”.

dng_converter2

Im nun erscheinenden Dialog wählt man im oberen Bereich aus, für welches Camera RAW die DNGs kompatibel sein sollen. Im Falle von Photoshop CS4 ist Camera RAW 5.7 die höchsmögliche Version, also muss man hierfür “Camera RAW 5.4 and later” auswählen. Ein Klick auf Convert startet den Vorgang. Nach Abschluss befinden sich die DNG Dateien im ausgewählten Zielordner und können mit Photoshop geöffnet werden.

Interview mit Paul Ripke

Da ich mich in letzter Zeit immer mehr mit meinem großen Hobby, der Fotografie, beschäftige, stöbere ich auch immer wieder gern durch Youtube und Vimeo auf der Suche nach Inspirationen, Anleitungen usw. Und genau da ist mir dieses wunderbare Interview mit dem relativ bekannten Werbe-Fotografen Paul Ripke, der auch mal Nationalmanschaften fotografiert, in die Hand gefallen. Durchgeführt wird das Interview von Steffen “Stilpirat” Böttcher.

Auch wenn man spätestens am Sound bemerkt, dass nicht alles ganz rund läuft, so wissen doch die Kamerafahrten und Einstellungen sehr zu gefallen. Und nicht zuletzt lockert der Star-Koch, der mit einem einfachen Kugelgrill auf dem Boden hockend ein Gourmet-Menü zaubert, die Situation kräftig auf. Hinzu kommt das grandiose Ambiente des Hamburger Hafens. Warum gibt es im deutschen Fernsehen nicht viel mehr derartig tolle, inspirierende und zugleich unkonventionelle Interviews? Man weiß es nicht. Aber nun: Film ab!

Stilpirat Interview mit Paul Ripke from Paul Ripke on Vimeo.

Blogparade: Mein bestes Foto 2011

Schon seit einiger Zeit gab es keinen Medien-Content hier von mir zu sehen – da kommt mir die Blogparade von visuellegedanken.de sehr gelegen. Der Betreiber von visuellegedanken.de, auch ein Martin, möchte damit eine Sammlung der besten Bilder aus dem Jahre 2011 zusammenstellen. Das Auswahlkomitee besteht nicht aus irgendwelchen Schlippsträgern, sondern aus den Fotografen selbst. Und so möchte ich gerne meinen Beitrag dazu leisten.

Die Wahl fiel für mich auf “Father & Daughter” – ein Bild, welches ich im Sommer diesen Jahres auf dem Stachus in München geschossen hatte:

Wie so oft im Leben, entstand das Bild eher aus Zufall, denn ich wollte eigentlich nur die Belichtungseinstellungen testen. Später beim Auswerten der Bilder stach dieses besonders heraus. Und so wurde es zu meinem Lieblingsbild in diesem Jahr.

PS: Vielen Dank an Martin für die Inszenierung dieser Blogparade!

[Quicktip] Adobe Camera RAW Update für Photoshop

Ihr braucht die neueste Version des Adobe Camera RAW Plugins für Photoshop?

Dann ruft mal folgende URL auf:
ftp://ftp.adobe.com/pub/adobe/photoshop/cameraraw/

Sucht euer Betriebssystem aus, und dann die richtige Version:

  • Version 2.x für PS CS
  • Version 3.x für PS CS2 und PS Elements 3 und 4
  • Version 4.x für PS CS3 und PS Elements 5 und 6
  • Version 5.x für PS CS4 und PS Elements 6, 7 und 8
  • Version 6.x für PS CS5 und PS Elements 9

Nehmt die aktuellste Version im jeweiligen Ordner und installiert das Teil – am besten die Datei mit “_updater” nehmen, dann könnt ihr das Plugin bequem per Setup updaten.

Dann Photoshop neu starten.

Fertig.

#iPhoneography

Und hier der erste Gastbeitrag von Jürgen, der sich vor kurzem schon vorgestellt hat.

Wenn du den Hashtag #iPhoneography auf Twitter eingibst, findest du schnell zahlreiche Fotos die eines gemeinsam haben: sie wurden mit dem iPhone gemacht. Wird jetzt niemanden wirklich überraschen, schließlich hat das iPhone ja auch eine Kamera. Aber warum das alles? Gibt doch so viele Kameras die sicher bessere Fotos machen.Was macht den Reiz aus?

Mich fasziniert bei #iPhoneography diese Leichtigkeit, Fotos zu machen und danach mit Apps das Beste heraus zu holen. Ohne Aperture, ohne Lightroom, einfach an der Bushaltestelle stehen, die digitale Beute sichten, kurz bearbeiten und danach im Internet veröffentlichen. Smarter geht es nun wirklich nicht.

Du denkst jetzt: “Super teste ich auch, wie lege ich am besten los?” Hier ein paar Tips, wie ich einst anfing. 🙂 Nütze das ganze als Inspiration.

Instagram

Eröffne einen Account bei Instagram. Dadurch bekommst du 13 gute Fotofilter frei Haus, siehst was andere fotografieren, und erhältst Feedback zu deinen ersten Gehversuchen. Außerdem unterstützt Instagram Facebook, Posterous, Twitter, Flickr, Tumblr und deine Fotos erscheinen auch dort online.

Motivwahl

Alles ist erlaubt, du kannst dich aber auch nur auf ein Motiv festlegen – wie z.B. Treppenhäuser. Da hast du eine Garantie, dass deine Bilder sich von anderen unterscheiden. 🙂

Apps

Mit der Zeit haben sich 11 Programme als meine Favoriten herausgestellt.

  1. PS Express – Muss man haben
  2. Color Effect – Bringt Farben zur Geltung
  3. Camera Bag – Bietet wunderbare Filter
  4. Instagram – Das Twitter der Fotos
  5. MagicShutter – für schöne Nachtaufnahmen
  6. DerMandar – für das kleine Panorama zwischendurch
  7. QuadCamera – Serienfotos leicht gemacht
  8. Plastic Bullet – Filter, Filter, Filter
  9. Flickr – Fotos schnell online stellen
  10. Labelbox – Bilder leicht beschriften
  11. Filter Mania – noch mehr Filter!!!

Fast alle diese Apps sind kostenlos. Wer sich aber nur für 2-3 entscheiden will: da kann ich Instagram, PS Express, und Camera+ empfehlen.

PS Express

Übersichtlich, zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, aber keine Exportmöglichkeit zu Twitter und Co.

Camera+

Multitalent, eigener Lightbox zur Fotobearbeitung, zahlreiche Filter,Rahmen und Exportmöglichkeit. Leider nicht kostenlos.

Ich hoffe euch damit ein wenig #iPhoneography näher gebracht zu haben, freue mich auf Feedback und weitere Tipps und sage Ciao bis zum nächsten Mal. 😉

Hybrider Fernauslöser für Digitale SLR Kameras

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Letzte Woche habe ich mir ein besonders tolles Spielzeug für meine EOS 500D bestellt: einen hybriden Fernauslöser von Aputure. Im Normalzustand handelt es sich um einen Infrarot Fernauslöser, der von einem Großteil der Canon SLRs unterstützt wird. Steckt man aber das mitgelieferte Kabel an, so wird daraus ein kabelgebundener Fernauslöser. Ursprünglich wollte ich mir 2 unterschiedliche Geräte kaufen, die eben beide Möglichkeiten jeweils zur Verfügung stellen – mit dem Gerät von Aputure war dies unnötig.

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Nach den ersten Tests war ich gleich hellauf begeistert, denn der Auslöser funktioniert in beiden Varianten einwandfrei – hierbei ist es wichtig, dass man seine Kamera in den Modus “Fernauslöser” bringt und – ganz wichtig! – die Standby-Zeiten der Kamera beachtet. Schaltet sich diese in den Standby, so funktioniert der Infrarot Auslöser nicht mehr! Im kabelgebundenen Modus muss man dies nicht beachten!

Und wozu braucht man eigentlich so ein Teil? Zum einen hilft es ungemein, wenn man z.B. den Sternenhimmel fotografieren möchte. Selbst kleinste Erschütterungen (z.B. durch das Auslösen) der Kamera führen zu einem leicht unscharfen Bild. Startet man den Vorgang mittels Fernauslöser, so wird genau dies verhindert. Die Infrarotfunktion unterstützt dagegen wunderbar bei Selbstportraits. Hier hilft vor allem die Möglichkeit, dass per Infrarot gestartete Aufnahmen um 1 oder 5 Sekunden verzögert werden können – sprich, man betätigt den Knopf und hat dann 5 Sekunden Zeit, die Fernbedienung verschwinden zu lassen und/oder sein bestes Lächeln aufzusetzen.

Das Teil gibt es übrigens auch für Nikon und weitere Marken – zu unterscheiden sind die Geräte an der knallbunten Farbe (bei Canon ist die Farbe, wie auf dem Bild zu erkennen, rot!)

Eye-Fi – Wlan Bildübertragung für jede Digitalkamera

Für den geneigten (Hobby-)Fotografen ist es immer ein Graus, nach einer Fotosession erstmal per Card-Reader oder per USB Kabel dafür zu sorgen, dass die geschossenen Bilder auch auf dem Rechner landen. Es dauert immer alles irgendwie zu lange und ab und zu vergisst man dann doch mal, die noch auf der Karte befindlichen Bilder, zu kopieren.

Die Abhilfe ist Eye-Fi – kurz gesagt eine SD Speicherkarte mit integriertem Wlan. In den verschiedenen Varianten kann die Eye-Fi Karte die Bilder direkt per Push an Laptop, iOS und Android übertragen, kann anhand “sichtbarer” Wlans in der Nähe seine Position grob bestimmen (z.B. in Städten) und auch (natürlich bei vorangegangener Konfiguration) die Bilder direkt zu Flickr, Piccasa und co. selbstständig hochladen.

Sehr interessant ist auch der endless Memory Modus, den alle Varianten (außer der günstigsten) der Eye-Fi beherschen: ist der aktiviert, werden neue Bilder automatisch auf das Zielgerät übertragen und anschließend von der Karte gelöscht – man hat somit also eine “unendliche” Speicherkapazität. Natürlich ist diese auf den Speicherplatz des Zielgerätes begrenzt.

Folgendes Video zeigt das Prinzip nochmal ganz cool:

Wie man sieht, dauert die erste Verbindung kurze Zeit, danach erscheinen die Bilder recht flott nach der Erstellung auch schon auf dem Zielgerät.

Das geniale an der Karte ist, dass sehr viele Kameras unterstützt werden. Um sicher zu gehen, ob die eigene Kamera darunter ist, kann man hier nachschauen: Eye-Fi Camera Check

Die einzelnen Varianten der Karte sehen so aus (die höherwertigen Karten haben immer die gleichen Features wie die darunterliegenden Varianten):


Eye-Fi Connect X2 – die einfachste und günstigste Variante. Die Karte mit 4GB Speicher kann die Bilder und Videos per Wlan übertragen oder auch direkt auf Portale wie Flickr, Piccasa hochladen.


Eye-Fi Geo X2 – Die Geo X2 kann die Bilder wie beschrieben mittels Wlan-Ortung mit Geo-Tags versehen und ist die kleinste Variante mit endless Memory Modus.


Eye-Fi Explore X2 – die Spezialfunktion der Explore Variante ist die Möglichkeit, dass die Kamera unterwegs über definierte Hot-Spots direkt ihre Bilder hochladen kann – dazu gehören HotSpots bei Starbucks, Mc Donalds, Hotelketten, usw. Außerdem ist sie die erste Variante mit 8GB Speicherkapazität.


Eye-Fi Pro X2 – Die Pro-Variante richtet sich, wie der Name schon sagt, an professionelle Anwender. Sie unterstützt den Ad-hoc Modus – also den Betrieb ohne extra Wlan Access-Point/Router. Außerdem kann man nur mit dieser Variante neben den Jpeg Bildern auch RAW Bilder automatisiert übertragen. Mittels Plugin ist sogar eine direkte Interaktion mit Lightroom möglich.

Fazit
Obwohl ich die Karte selbst noch nicht ausprobieren konnte, haben mich die Daten und die Videos bereits überzeugt, dass das Teil echt rockt. Die nächste Investition wird auf jeden Fall die Pro-Variante sein, da ich ausschließlich auf RAW setze und die reine Jpeg-Übertragung eher als Spiellerei betrachte. Für normale Digitalkameras sind die einfachen Karten natürlich völlig ausreichend.

Links
Eye-Fi Produktseite