Kinect – rockt?

Es ist der Wahnsinn, was sich Leute ausdenken, wenn man ihnen die Freiheit lässt, Technik so zu verwenden wie sie möchten. Microsoft war anfangs überhaupt nicht begeistert vom Open Source Treiber für Kinect – welches sich einfach per USB an den PC/Mac stecken lässt. Mittlerweile finden sie es auch cool, weil es die Popularität um einiges steigert. Viel krasser finde ich allerdings, wie genau das System ist – Wii oder Playstation Move sind einfach lachhaft dagegen. Ich persönlich würde mir mittlerweile lächerlich vorkommen, für eine Gestensteuerung irgendeinen komischen Controller (der teilweise stark an Erotikspielzeug erinnert) in der Hand halten zu müssen.

Hier ein Video, auf dem man erkennen kann, wie Kinect die Umgebung erkennt:

Hier nun mal eine kleine Auflistung mit “Hacks” von Kinect:

Die Steadycam mit dem Huhn

Ich bin sprachlos – warum ist vorher noch niemand auf diese geniale Idee gekommen? Für alle, die nicht wissen, was eine Steadycam ist:

Wie man sieht ist das ein ziemlich teurer Spass – und hier kommt das Huhn ins Spiel. Denn Hühner haben den vestibulookulärer Reflex – sie können den Kopf unabhängig von der Bewegung des Körpers ruhig halten. Und hier seht ihr, wie man das nutzen kann:

Einfach nur geil 😉

via engadget.com

ZScape – holographische 3D Ausdrucke

Komplizierter Post-Titel, aber genau darum geht es: Ein bedrucktes “Blatt Papier”, welches 3D Hologramme darstellen kann – ohne, dass man eine spezielle Brille oder andere Hilfsmittel benötigt. Natürlich ist es kein normales Papier, sondern ein spezieller Film, der mittels Laser bearbeitet wird. Die Technik gibt’s schon sehr lange – sicher hat jeder schon einmal eine dieser 3D-Postkarten gesehen. Neu ist allerdings die Anfertigung und der Detailgrad – man nimmt 3D Modelle, wie z.B. CAD oder 3D Studio MAX, wirft die in das entsprechende Programm, welches die Daten für den Laser umwandelt und schon kann der Druck beginnen – hochauflösend versteht sich.

Wie so oft handelt es sich ursprünglich um eine Entwicklung des Militärs, allerdings ergeben sich damit sehr viele sinnvolle Möglichkeiten im zivilen Bereich: Architekten können Gebäude schon einmal 3D visualisieren, man könnte Unterrichtsmaterialien für den Biologieunterricht anfertigen usw. Wie überall gibt es unendlich viele Anwendungsfälle.

Leider gibt es auch eine Kehrseite: der Ausdruck, wie ihr ihn in den beiden Videos sehen könnt, kostet um die 3500$. Die Firma Zebra Imaging bietet sowohl den Druck dieser Bilder, als auch den Verkauf der Druckmaschinen selbst an. Der Druck scheint ziemlich aufwändig zu sein, dauert er für ein A1 Blatt doch fast 3 Stunden.

Via Engadget

[App] Rage

id Software, und natürlich allen voran John Carmack, hat es wieder geschafft: Grafik auf einem Gerät zu erzeugen, die man bisher nicht für möglich hielt. Mit Rage für iOS haben die Jungs bewiesen, dass man eine so bahnbrechende Engine wie die “id tech 5” tatsächlich auf so ein kleines Gerät portieren kann, und die Grafik einen noch immer umhaut.

Doch was ist Rage für iOS eigentlich? Ich würde es als Teaser bezeichnen, enthält es doch nur magere 3 Level. Es soll wahrscheinlich eher eine erste Techdemo und natürlich ein Appetitmacher für das eigentliche Spiel sein. Und das gelingt. Das Szenario ist eine Art Arena, in der man, durch Zuschauer angefeuert, durch Geisterbahn-ähnliche Bereiche läuft und sich gegen Scharen von fiesen Monstern verteidigen muss. Dabei bewegt man sich nicht selbst, sondern kann nur die Blickrichtung bis zu einem gewissen Grad ändern – zum Zielen natürlich.

Hat man die vor sich befindlichen Gegner erledigt, läuft der Spieler zur nächsten Position und es geht von neuem los. Munition und Extras sammelt man auf, indem man darauf schießt. Man nennt dies einen Rail-Shooter, ähnlich wie z.B. die Lightgun-Spielhallenklassiker Virtua Cop und House of the Dead. Aber ich muss sagen, dass das die bisher beste Art von Shooter ist, welche ich auf einem Handy gespielt habe. Klar gibt’s die viel verwendeten virtuellen Sticks, aber die können nunmal nicht physikalisch vorhandene Sticks oder eben Maus und Tastatur ersetzen. id Software hat erkannt, dass es wenig Sinn macht, Spielkonzepte direkt vom PC oder der Konsole zu kopieren. Und die Alternative ist ihnen wirklich gelungen.

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Skype 5.0 beta – wie zerstöre ich ein UI

Manchmal fragt man sich wirklich, was Designer und Entwickler etablierter Programme wie z.B. iTunes (neue Icons/Farben), Winamp (völlig überladene neue UI seit Version 5.0) und eben nun auch Skype den lieben langen Tag machen. Einfach mal eine neue UI rauswerfen, in der Hoffnung, dass sie nun super hipp ist und gut ankommt?

Eine UI dient an erster Stelle der möglichst unkomplizierten Interaktion des Users mit seinem Computer, erst im Anschluss kommt die Politur. Es scheint aber derzeit wirklich der Trend zu herrschen, dass es nur schick aussehen muss, denn die Usability kommt dann schon von allein. Mag sein, dass das ab und zu zutrifft, aber es macht wenig Sinn, dies bei einem langjährig bewährtem Interface zu tun. Denn heraus kommt dann z.B. so eine unbrauchbare Oberfläche, wie sie Skype in der neuen 5.0 Beta für den Mac präsentiert:

Vielleicht hab ich echt einen sehr komischen Geschmack, aber für mich hat eine Applikation, die ich primär zum Chatten verwende, eine möglichst schmale Liste mit meinen Kontakten zu sein, evtl. Konversationen führe ich dann in extra Fenstern. Skype will nun das ein-Fenster-Prinzip etablieren, welches meiner Meinung nach völlig am Ziel vorbei schießt. Wenn ich bedenke, dass ich nun für Skype einen extra Bildschirm reservieren muss, dann kommen mir nur noch Fragen. Derzeit passen Skype, Tweetie und Adium wunderbar nebeneinander auf einen Bildschirm, was wohl nun in Zukunft so nicht mehr funktionieren wird.

Hinzu kommt die Fokussierung auf die Konversationen. Vielleicht verwendet jeder Skype anders, aber primär öffne ich es, wenn eine Nachricht reinkommt oder ich jemanden anschreiben will. Alte Konversationen interessieren mich da erstmal nicht. Auch nicht die Konversationen des heutigen Tages, die da so prominent unten links platziert sind. Wenn ich alte Sachen sehen will, dann werde ich den entsprechenden Menüpunkt aufrufen, und sonst will ich davon nichts wissen.

Da es sich noch um eine Beta handelt kann man noch die Hoffnung haben, dass es viele Leute ähnlich sehen wie ich und Skype entsprechend abstrafen.

Setzen, Sechs!

Die interaktive Visitenkarte

Also wenn das mal kein Aushängeschild ist. Die Karte an sich sieht schon ziemlich cool aus, dass sie allerdings noch per USB ein bisschen auf dem Rechner zaubern kann rockt!

Frank Zhao, der Erfinder dieses Gadgets, hat die Karte mit einem AVR ATtiny85 Microcontroller ausgestattet, der über USB-Support verfügt. Steckt man die Karte an seinen PC, startet einen beliebigen Texteditor und drückt anschließend drei mal hintereinander die Caps-Lock Taste, so erscheinen seine Kontaktdaten sowie Qualifikationen.

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