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Mein Name ist Martin Waury und ich bin als netzmensch im www unterwegs. Mit “Bytelude” habe ich nun meinen Wunsch-Blog ins Leben gerufen, nachdem meine zwei bisherigen Blogs nicht so liefen, wie ich mir das vorstellte.


Doch kommen wir zu mir: Ursprünglich komme ich aus dem jüngeren Teil Deutschlands, ziemlich östlich im schönen Sachsenlande gelegen. Nachdem ich meine durchschnittliche mittlere Reife erbracht hatte, kam es bereits zur ersten wegweisenden Entscheidung meines Lebens – Ausbildung oder Fachabitur? An dieser Stelle entschied ich mich für die Ausbildung zum Multimedia-Assistenten. Leider war diese rein schulischer Natur und auch nur eine Assistentenstelle, was natürlich wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt bietet – so schlau ist man aber immer erst im Nachhinein. Während der Ausbildung betrachtete ich diese bereits als Fehler, da ich mit dem Fachabitur wohl eher meine Karriere hätte beginnen können. In der Rückblende betrachtet sollte aber wohl alles so kommen und ich wäre nicht da, wo ich nun bin. Schließlich erlernte ich so den Umgang mit Photoshop sowie gestalterische Grundlagen und auch Themen wie Linux wurden angeschnitten. Das Hauptaugenmerk der Ausbildung lag aber auf Präsentationen und so habe ich hier ein wirklich wichtiges Handwerk gelernt, welches mir während meiner weiteren Laufbahn immer wieder hilfreich war.

Im Anschluss an die Ausbildung ging es dann doch noch zur FOS und so kam das Fachabi etwas verspätet. Leider waren trotz aller Bemühungen Ausbildungsplätze in meiner Heimat sehr rar, vor allem im Technologieumfeld. Dieser Umstand war aber warscheinlich mein größtes Glück – ich wäre sonst wohl nie in die weite Welt hinaus gekommen. Nachempfinden können dieses Gefühl leider nur Leute, die das selbst erlebt haben – plötzlich auf sich allein gestellt, ohne Familie und Freunde. Glücklicherweise war meine damalige Freundin und heutige Frau mit von der Partie und so fiel das Einleben nicht ganz so schwer. Aber trotzdem war und ist es schon eine Herausforderung.

Nun ja. Der Grund für den Weggang nach München war die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bei der ProSiebenSat.1 Produktion GmbH, einer Tochterfirma des Pro7 Konzerns. Nur wenige kamen in den Genuss dieser sehr professionellen und umfangreichen Ausbildung – und ich war einer von ihnen. Wenn ich mal so betrachte, welche Stellen es sonst geworden wären…manman ;) Ich war unter anderem bei der deutschen Bank, Versicherungen usw. – über 40 Stellen. Keiner hat mein Potential erkannt, ich hätte Schlipsträger werden müssen und warscheinlich wäre ich an sehr vielen Einschränkungen eingegangen. Als ich bereits resignieren wollte kam der ersehnte Anruf mit der Zusage und es galt, nun auch für mein Hasi eine entsprechende Ausbildung in der Gegend zu finden, was sich dann glücklicherweise als weniger schwierig herausstellte. Das war im Jahre 2006. Nach einigen stressigen Wochen der Wohnungssuche und auch mit viel Resignation an dieser Stelle war dann endlich eine Bleibe gefunden. Die folgenden 3 Jahre vergingen wie im Flug, wir lernten sehr sehr viel und vor allem war es eine sehr schöne Zeit.

Während der Ausbildung entdeckte ich meine Leidenschaft für die Programmierung, was auch gleich durch meine Ausbilder gefördert wurde. In meiner Freizeit begann ich dann mit der Entwicklung eines eigenen Web-CMS nach TYPO3 Vorbild, aber mit wesentlich vereinfachter Usability. In dieser Zeit habe ich ehrlich gesagt den größten Teil meines Programmierwissens erlangt. Man kann eben am besten aus Fehlern lernen, und in diesem Projekt beging ich viele Fehler – die ich natürlich korrigierte ;)

Leider musste ich gegen Ende der Ausbildung den bisher schlimmsten Rückschlag in meinem Leben erfahren, als mein Vater plötzlich von uns ging. Doch wie sagt man so schön: nur die besten sterben jung. Trotz dieses herben Erlebnisses konnte ich dann im Sommer 2009 meine Ausbildung sehr erfolgreich abschließen, stand nun aber wieder da – denn auf Grund von Outsourcing-Maßnahmen war kein Platz für eine Übernahme und so ging es erneut in die Bewerbungsphase – die sich dieses mal weitaus einfacher gestaltete, da ich ja nun zumindest eine Referenz vorweisen konnte. Kurz vor Antritt der neuen Stelle erfüllten wir uns endlich einen wichtigen Traum und gaben uns das Ja-Wort.

Mein Weg führte mich zum Münchener Startup “deal united”. Ich hatte mich, trotz der Ausbildung zum Systemintegrator, für den Job des Entwicklers entschieden. In der Anfangszeit beschäftigte ich mich mit dem Aufbau einer IT-Grundstruktur und der Einarbeitung in vorhandenen Quellcode. Sehr schnell wuchs ein IT Team heran, dessen Führung ich übernahm. Ende 2009 wurde dann beschlossen, die vorhandene Payment-Plattform neu zu entwickeln, da der alte rein prozedurale Code einfach nicht mehr wartbar war. Dies war die zweite Phase meiner Programmiertätigkeit, in der ich nochmal ordentlich Wissenszuwachs erreichen konnte. Einem Einsteiger in der Branche kann nichts besseres passieren als ein derartiges Projekt planen und umsetzen zu können. Natürlich lief auch hier nicht alles glatt, aber gerade wenn man im Team an solchen Systemen arbeitet kann man doch enorm viel bewegen und natürlich auch lernen.

Im August war es dann soweit und nach zwei Fehlschlägen konnten wir das System endlich live nehmen. Es war einer der schönsten Momente meines Lebens: es funktionierte. Natürlich gab es noch Bugs und die folgenden Wochen waren kein Zuckerschlecken, aber wenn man das Gesamtbild betrachtet war es dennoch gelungen.

Mit dem neuen Jahr war auch für mich die Zeit gekommen, nach neuen Herausforderungen zu suchen und so bin ich bei maxdome, der online Videothek, gelandet – also wieder im ProSiebenSat.1 Konzern. Dort war ich im Team für die Entwicklung des Frontends zuständig. Auch wenn ich nur für ein halbes Jahr geblieben bin, so habe ich sehr sehr viele neue Eindrücke, Ideen und Hinweise mitnehmen können. Warum nur so ein kurzer Abstecher? Es hat irgendwie nicht gepasst. So richtig näher definieren kann ich es nicht – aber wenn man Alternativen hat, die vielversprechender sind, dann sollte man zugreifen, oder? ;)

Und das habe ich getan. Ich habe bei der Mayflower GmbH, einer der renomiertesten php Agenturen Deutschlands, angeheuert. Was mich da erwartet? Wissen, Erfahrung und jede Menge Aufgaben. Ich bin äußerst gespannt.

Rückblickend auf die letzten 25 Jahre, wenn ich das bereits sagen kann, würde ich alles genauso wieder machen. Natürlich gab es nicht nur Sonnentage und so manche Zeit war echt übel, aber aus der Distanz betrachtet hatte alles irgendwie einen Sinn. Und das ist gut so.


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