Wokwi – eine all in one Simulation von Microcontroller plus weitere Hardware

Wenn man ein bisschen mit Microcontrollern wie dem esp8266, esp32 oder Arduino herumspielt, dann kommt man schnell an den Punkt, dass das ausprobieren neuer Schaltungen und Komponenten relativ zeitaufwendig und auch frustrierend werden kann. Eine Abhilfe schafft hier wokwi. Die Software simuliert microcontroller, LEDs/Displays/Servos/Sensoren usw. Und man kann gleichzeitig seinen eigenen Code auf der simulierten Hardware laufen lassen. Das ganze geht sowohl nativ mit c Code als auch mit Micropython.

Beispiel: ein esp32 mit dht22 Temperatur Sensor, der mittels micropython die Werte an mqtt schickt:

https://wokwi.com/projects/322577683855704658

Wenn der 3D Drucker auf einmal mit Licht zeichnen kann und wunderbare Videos zaubert

An dieser Stelle fehlen mir wirklich die Worte – so begeistert bin ich vom Projekt von Josh Sheldon. Er hat einen 3D Drucker so modifiziert, dass dieser in Langzeitaufnahmen mit Licht zeichnet. Und das in einem Automatisierungsgrad und einem Professionalitätslevel, der einen einfach nur sprachlos werden lässt. Aber schaut es euch selbst an:

Wie man das 5 Sekunden boot Delay beim Digispark / Digistump attiny85 entfernt

Neben den ESP8266 Microcontrollern hatte ich mir zum Herumspielen auch ein Dreierpack attiny85 Microcontroller von Digispark bestellt. Diese sind sehr klein, stromsparend und können für verschiedenste kleine Aufgaben herangezogen werden. Der entsprechend installierte Bootloader macht die Entwicklung dabei besonders einfach, weil man mit der Arduino IDE arbeiten kann und das Gerät einfach nur anstecken muss und nicht irgendwelche Programmer benötigt oder so.

Diese Einfachheit hat allerdings einen Nachteil: immer, wenn man den attiny85 mit dem Strom verbindet, wartet der Bootloader 5-6 Sekunden lang, ehe das installierte Programm startet. Und hier möchte ich euch nun zeigen, wie ihr den Bootloader so modifizieren könnt, dass er direkt das Programm startet und statt der 5s Wartezeit mittels Jumper in den Programmier-Modus gebracht wird.

Dazu benötigt ihr:

Neuer Bootloader:
https://github.com/micronucleus/micronucleus/blob/v1.11/upgrade/releases/micronucleus-1.11-entry-jumper-pb0-upgrade.hex

Upload Software:
https://github.com/digistump/DigistumpArduino/tree/master/tools

Ladet euch das für euer Betriebsystem passende tar.gz herunter und entpackt es. In den entpackten Ordner könnt ihr der Einfachheit halber direkt die Hex Datei packen.

Der Upload ist dann eigentlich ganz leicht:

chmod +x micronucleus <-- die Binary ist nicht ausführbar, muss man also einmalig erledigen...
./micronucleus micronucleus-1.11-entry-jumper-pb0-upgrade.hex

Ihr werdet nun aufgefordert, den attiny85 anzustecken. Sobald das erledigt ist, wird der neue Bootloader gebrannt. Anschließend müsst ihr ca. 30s warten, dann das Gerät vom USB abziehen und den Pin GND mit Pin P0 verbinden. Nun zurück zur Arduino IDE wechseln, erneut den Upload des Programmes starten und wenn ihr aufgefordert werdet steckt ihr den attiny85 mit der GND-P0 Verbindung an. Nachdem die Firmware geschrieben wurde, zieht ihr das Teil wieder ab und trennt die Verbindung zwischen GND und P0. Wenn er nun wieder mit dem Strom verbunden wird, sollte der attiny85 sofort und ohne Pause das Programm starten.

[Quicktip] Befehl für den Reset / Restart eines ESP 12 / 32 Microcontrollers

Normalerweise kann man einen ESP8266 per Pin „Kurzschluss“ oder einfach über die entsprechende Taste auf dem Board Neustarten. Ich wollte das ganze aber per Code machen, und die Suche nach der Lösung hatte mich etwas verzweifeln lassen. Dabei ist es doch so einfach 🙂

esp_restart();

analoges Twitter Display

Mit ein bisschen Arduino Magie hat Patrick Dinnen (Chief Creative Technologist bei Media Lab Toronto) dieses wunderbare analoge Display für Twitter Nachrichten gebastelt. Mittels zweier Servos wird eine Sprechblase vor das Foto des jeweiligen Twitterers gefahren und der aktuelle Tweet dann per Beamer auf diese projiziert. Ein paar weitere Technische Details findet ihr unter medialabtoronto.ca.

via hack-a-day

3D LED Cube

Krasser Scheiss, den Nick Schulze aus 512 LEDs und einem Arduino Controller per Hand zusammengebastelt hat – nämlich ein rudimentäres, aber “echtes” 3D Display, welches keine Brillen oder spezielle Blickwinkel benötigt. Die Steuerung des Gerätes wird mittels Matlab – einem professionellen Mathe Programm – erledigt.

Wer lange Weile und viel Zeit hat, der findet unter hownottoengineer.com die komplette Anleitung inkl. Schaltplänen und Quellcode, um das Teil nachzubauen.

via engadget.com

Wifi Netze visualisiert

Das ist doch mal ein sehr geiles Projekt – mittels 80 Leds und einem Arduino Controller, der Wifi-Signale auf die Leds umsetzt und einer Langzeitbelichtung kann man sehr einfach Wifi-Signale auf Fotos visualisieren. Dabei heraus kommt dann eine Mischung aus Lightpainting und Informationsvisualisierung.

Immaterials: Light painting WiFi from Timo on Vimeo.

via hack-a-day