Wie ich einen USB Stick selbst repariert habe

Vor einiger Zeit hatte ich mir mal einen 256gb USB3.0 Stick gekauft, um die Festplatte des Laptops etwas zu entlasten. Leider war er etwas klobig und so kam es wie es kommen musste: das Ding steckte im Rechner und wurde kräftig mechanisch belastet – sprich, verbogen. Und anschließend funktionierte er nur noch mit leichtem Verbiegen, um dann irgendwann komplett den Geist aufzugeben.

Seitdem lag das Ding nun da und ich fand das Problem einfach nicht. Vor kurzem habe ich mir als nachträgliches Geburtstagsgeschenk ein digitales Mikroskop gekauft (KKmoon Digital Elektronisches Mikroskop), das einem bei genau so einer Fehlersuche hilft:

Der Fehler war dann letztendlich mit einer so krassen Vergrößerung auch schnell ausgemacht – ein Pin am USB Stecker war gebrochen, mit bloßem Auge war das Problem kaum zu sehen:

Und so sah dann die Reparatur unter extremer Vergrößerung aus (nein, ich zittere sonst nicht so 🙂 ):
Ich habe einfach ein ca. 2mm langes Stück Draht von einem Wiederstand abgetrennt, dieses mit einer Pinzette auf den Bruch gelegt und dann versucht, irgendwie mit Zinn und Lötkolben an die Stelle zu kommen. Da ich sowas in der Größenordnung bisher noch nicht gemacht habe, sieht es sicher nicht ganz so professionell aus. Man sieht schon alleine an der Platzierung des Drahtes, wie fummelig die Angelegenheit war:

Aber: Der Stick funktioniert nun wieder und ich bin unglaublich stolz, das Teil vor der Mülltonne gerettet zu haben.

Wenn der 3D Drucker auf einmal mit Licht zeichnen kann und wunderbare Videos zaubert

An dieser Stelle fehlen mir wirklich die Worte – so begeistert bin ich vom Projekt von Josh Sheldon. Er hat einen 3D Drucker so modifiziert, dass dieser in Langzeitaufnahmen mit Licht zeichnet. Und das in einem Automatisierungsgrad und einem Professionalitätslevel, der einen einfach nur sprachlos werden lässt. Aber schaut es euch selbst an:

Homebrew müllt wahrscheinlich deine Festplatte voll

Vielleicht bin ich wirklich einfach zu dämlich, aber mir war nicht klar, wie sehr homebrew (der alternative Open Source Appstore für deinen Mac) die Festplatte vollmüllt. Ja, ich hatte schon verstanden, dass das Ding mit Symlinks arbeitet und somit die aktuelle Version markiert. Nicht offensichtlich wahr jedoch für mich, dass das Ding überhaupt keine Aufräumarbeiten durchführt.

Sprich: bei jedem Update kommt pro installierter App ein neuer Ordner dazu. Um das ganze korrekt aufräumen zu lassen und nur die aktuellste Version der jeweiligen App auf dem Rechner zu haben, muss man folgendes tun:

brew update
brew upgrade
brew cleanup

Bei mir hat das ganze satte 18GB an kostbarem SSD Speicher zurück gebracht ???

Freenas s.m.a.r.t service (smartd) startet einfach nicht

In meiner Freenas Installation wurde ich vor kurzem darauf hingewiesen, dass der smartd Service nicht läuft. Ich dachte nach einem Reboot gibt sich das, war aber natürlich nicht der Fall.

Nachdem ich zunächst auf der Shell im Freenas ein

smartd -d

ausgeführt hatte, startete der smartd Service im Debug Modus und listete mir auf, was er tat. Und da war auch schon die entsprechende Fehlermeldung zu sehen:

Device: /dev/da0, unable to autodetect device type
Unable to register device /dev/da0 (no Directive -d removable). Exiting.

Mittels

camcontrol devlist

war dann schnell klar, dass die SD Karte, auf der mein Freenas System läuft, das Problem verursachte.

Die Problemlösung ist etwas unkonventionell, aber in meinem Fall ist sie ok: die SD Karte braucht keine SMART Überwachung.

Also einfach die Freenas Weboberfläche aufgerufen, und dort unter “Speicher –> zeige Festplatten” die Platte ausgewählt und per “Edit” Button das Häkchen bei “S.M.A.R.T aktivieren” raus nehmen:

Nach dem Speichern dieser Änderung lief der smartd sofort wieder 🙂

Die Funktionsweise eines Röhrenmonitors in Superslowmotion

Während meiner Ausbildung zum Fachinformatiker waren auch noch Röhrenmonitore und deren Funktion relevanter Lerninhalt in der Berufsschule. Die Theorie war interessant und eigentlich ist es auch nicht so schwer zu verstehen – aber das Ganze in diesem Video nun mal live zu sehen ist schon irgendwie faszinierend.

Flüssigkeitskühlung

Also wenn ich es richtig verstanden habe, dann liegt da der komplette Rechner in einer Art Mineralöl, welches nicht brennbar ist, einen relativ niedrigen Siedepunkt hat und darüber hängt ein Kondensator, der den Dampf zurück in die flüssige Form bringt. Geiles System, ich bin nur nicht ganz sicher, wie die Langzeitwirkung auf die Hardware ist 🙂

eins kann man aber festhalten: es sieht Mega beeindruckend aus ?

 

[Review] Elegiant Bluetooth Transceiver mit Klinkestecker

Lange Zeit habe ich mich gefragt, warum es eigentlich diese komischen Bluetooth Fake Radiosender fürs Auto oder Bluetooth auf Klinke Adapter gibt bzw. wer sowas nutzt. Und nun, ein paar Jahre später, habe ich endlich einen Usecase gefunden 🙂

Und zwar wollte ich einen Fernseher mit meinen Bluetooth Kopfhörern koppeln. Besonders hierbei ist, dass es sich um einen Philips Fernseher handelt. Anders als alle anderen Anbieter werden bei dieser Marke die Lautstärke der Lautsprecher und die des Kopfhörer Ausgangs getrennt geregelt. Sprich, man kann einen Kopfhörer einstecken und trotzdem laufen die Lautsprecher weiter.

Aber zurück zum eigentlichen Gerät: ein Transceiver ist ein Gerät, das sowohl senden als auch empfangen kann. Im Falle des Elegiant bedeutet das, dass man im Sendemodus einen Kopfhöreranschluss an einen Bluetoothkopfhörer weiterleiten kann oder im Empfangsmodus zb Musik vom Handy auf eine Stereoanlage streamen kann. Den jeweiligen Modus kann man über einen kleinen Schalter am Gerät auswählen.

Das kleine Gerät hat einen Klinkenstecker sowie Micro usb, um den internen Akku aufzuladen. Ein Betrieb am USB Netzteil ist auch möglich. Die Akkulaufzeit beträgt ca 8h.

Wie verhält sich das Ding nun im realen Betrieb: zunächst mal geht das Koppeln ziemlich easy und, richtig nett: es können sich gleichzeitig zwei Geräte zu dem Transceiver verbinden.

Wenn man sich mit Bluetooth etwa länger beschäftigt, dann kommt zwangsläufig das Thema Latenz auf. Bei diesem Gerät gibt es leider eine kleine Latenz, die aber wirklich kaum merklich ist. Extrem positiv fand ich das Detail, dass man über die Lautstärkeregler am Kopfhörer die Lautstärke des Transceivers anpassen kann. Man kann also den Fernseher voll aufdrehen und dann ganz entspannt am Kopfhörer runter regeln. Es empfiehlt sich sogar es so zu machen, da sonst Rauschen auftreten kann und leise Passagen “absaufen”.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden, vor allem für die sehr günstigen 20€ kann man wohl auch nicht viel falsch machen.

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